Fabian Johannes Egger, Flöte – Cosima Federle, Violoncello Madoka Ueno, Klavier – Swantje Wittenhagen, Harfe
Mit gerade einmal 19 Jahren veröffentlicht der Flötist Fabian Johannes Egger sein Debütalbum Leben ist nicht genug! – Die Sehnsucht nach dem Unerreichbaren. Der junge Musiker, der 2026 mit dem Fanny Mendelssohn Förderpreis ausgezeichnet wurde, präsentiert darauf ein Programm, das seine künstlerische Persönlichkeit ebenso widerspiegelt wie seine Neugier auf neue musikalische Wege.
„Leben ist nicht genug“, sagt der Schmetterling, „Sonnenschein, Freiheit und eine kleine Blume muss man auch haben.“ — Hans Christian Andersen, Der Schmetterling
„Dieser Satz aus Hans Christian Andersens Erzählung Der Schmetterling beschreibt ein Grundgefühl menschlicher Existenz: Es genügt nicht, nur zu leben. Erst die Sehnsucht nach Sinn, Freiheit und Glück – nach etwas, das sich letztlich nie ganz erreichen lässt – verleiht dem Leben Tiefe“, sagt Fabian Johannes Egger. „Darin liegt ein Paradox: Vollkommenheit bleibt unerreichbar, und doch bestimmt das Streben nach ihr unser Denken und Handeln. Die Musik, insbesondere der Klang der Flöte, wird dabei zum Sinnbild dieser Sehnsucht. Als Atem, als unsichtbare Schwingung, als immaterieller Klang vermittelt sie zwischen dem Irdischen und dem Transzendenten und macht hörbar, was sich nicht festhalten lässt.“
Dieses Spannungsfeld lotet Egger auf seinem Debütalbum mit zentralen Werken des Flötenrepertoires aus, darunter Albert Roussels Joueurs de flûte op. 27 für Flöte und Klavier und André Jolivets Chant de Linos für Flöte und Klavier. Einen ebenso wichtigen Platz nehmen zeitgenössische Kompositionen ein. Die Klänge des Waldes von Sofia Gubaidulina, die Suite pour flûte et harpe des Schweizer Komponisten Blaise Mettraux sowie eigene Werke Eggers erweitern das musikalische Spektrum des Albums. Begleitet wird der Flötist von Madoka Ueno am Klavier, Cosima Regina Federle am Cello und Swantje Wittenhagen an der Harfe.
Mit seinem Programm zeigt Fabian Johannes Egger die außerordentliche Ausdrucksvielfalt seines Instruments. Die Flöte erscheint dabei nicht nur als virtuoses Instrument, sondern als Stimme mit ganz unterschiedlichen Facetten – lyrisch und intim, kraftvoll und brillant, vertraut und überraschend zugleich.