Leben ist nicht genug!
Fabian Johannes Egger, Flöte – Cosima Federle, Violoncello
Madoka Ueno, Klavier – Swantje Wittenhagen, Harfe
Leben ist nicht genug! … was bedeutet das? an was erinnert es? Was ist es? „Leben ist nicht genug“ hört sich auf jeden Fall nach Existenziellem, nach einem philosophischen Grundgedanken an. Tatsache ist: Nur zu existieren reicht nicht, da fehlt der Sinn, die Tiefe, die Freiheit. Aber ist jene Vollkommenheit in unserer Existenz, in unserem Schaffen überhaupt möglich? Kurz gesagt: Nein.
Vollkommenheit ist nicht erreichbar – das wissen wir alle- , und dennoch leben wir, indem wir nach ihr streben. Was sollten wir sonst tun, was würde uns ansonsten antreiben: Es ist die Sehnsucht nach dem Unerreichbaren.
Was hat nun die Flöte damit zu tun? Schon in der Mythologie der alten Kulturen war die Flöte Bindeglied zwischen dem Irdischen und Göttlichen. Symbolträchtig für das menschlich nicht Greifbare. Unser Leben ist der Atem, der Hauch in die Leere, das Rohr; die Schwingung, unsichtbar aber hörbar. Etwas entsteht, dass man nicht anfassen kann. Der immaterielle Klang der Flöte entwickelt sich somit als eine wohl ideale Metapher für das Streben nach dem Unerreichbaren. Die Sehnsucht nach Glück, Ausgeglichenheit, innerem und äußeren Frieden repräsentiert die Flöte.